Salome. Richard Strauss.

Theater Basel.

Radio DRS-1, Regionaljournal Basel, 7 vor 7, 5. Mai 1989.

 

 

[Ansage: Es war die letzte Opernpremiere dieser Spielzeit, und gleichzeitig die letzte Produktion von Armin Jordan in Basel. Michel Schaer hat sie gesehen...] und gseh han i en intelligenti, e tiefgründigi, e wunderbar eifachi Uffüehrig vor "Salome". Aber bi aller Eifachheit isch d Inszenierig ou usserordentlich gschyd, und sie het mänge Hintergedanke, wo sie nume adütet. Dadermit isch d Inszenieruig nid nume gschyd, sie isch ou raffiniert, u das irritiert viel Lüt, will sie ds Gfüehl hei, der Regisseur Herbert Wernicke wöll extra nid, dass sie nachechömi, är nähm sie höch. Drum isch am Schluss vor Uffüehrig ou der Kampf usbroche zwüsche de Buhrüefer u de Bravorüefer. U bi däm Kampf, ob jetz d Inszenierig ds Werk ernst nähmi oder ob sie's verhunzi, hei alli fasch echlei vergässe, dass me eigentlich für en Armin Jordan hätt sölle klatsche, wo mit dere "Salome" ds Basler Theater nach mängem, mängem Jahr endgültig verlaht. Derby het ds Orchester, so het's mi dünkt, der ganz Abe für ihn gspielt, so ufmerksam, so präzis, so inspiriert. Der Armin Jordan aber het sich am Schluss ganz bescheide am Rand vor Bühni verbeugt, und är isch dermit ou ar letzte Premiere am Prinzip treu bliebe, sich nid i Mittelpunkt z stelle und mit syre ganze Kraft der Musik z diene.

 

[Absage: Hinweis aufs ausführliche Gespräch in der Abendsendung]

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