"einer der meistbeachteten Kritiker im deutschsprachigen Raum"

Schweizer Fernsehen SRF (Juni 2019) 

 

 

Blick über die Grenze

Wiesbaden und Strassburg.

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Bern, Biel und Solothurn

 

Brave New Life. Dennis Schwabenland. (UA)

Theater Orchester Biel Solothurn.

 

Das Stück, ambitiös futuristisch, behandelt das Thema der Transhumanität. Was das bedeutet, weiss sogar Siri beim Diktieren. "Denkfreiheit", ein Schiller-Wort, verwandelt das Programm in "Bankfreiheit". Aber mit "Transhumanität" kommt es klar. Das Wort gehört ja mit zu seiner Familie: In ihr wird das fehlerhafte menschliche Wesen "optimiert" durch künstliche Intelligenz. Auf der Bühne zeigt jetzt Dennis Schwabenlands Vierpersonen­stück, garniert mit Klängen und Video, wie der letzte Mensch untergeht. Alle andern "Seelen" wurden durch "Digitalisierung" bereits gespeichert, ent-emotiona­lisiert und unsterblich gemacht. – Interessanter als die Handlung ist für den Theaterhistoriker freilich die Tatsache, dass an diesem traurigen Uraufführungsabend nicht allein die menschliche Spezies ausstarb, sondern auch das Buh des empörten Kunstverstands. Mein Gott! In was für Zeiten sind wir gelandet!

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** Don Carlos. Giuseppe Verdi.

Bühnen Bern.

 

Nach der Premiere kommen zwei angesäuselte SCB-Fans am Stadttheater vorbei: "Unsere Führer sind alles Idioten!" Genau dieses Thema bringt im Haus auch Verdis Schreckensoper zur Darstellung. Und darum fällt es schwer, "Don Carlos" uneingeschränkt zu loben. Die Oper spielt, wie wir heute sagen, auf der Führungsebene. Zur Bemäntelung von Manipulation und Macht sündigen Kirche und Thron unablässig gegen das zweite Gebot: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen." Doch vor der politischen Problematik flüchtet die Inszenierung in die ideenarme, manchmal schmerzhaft peinliche Konventionalität der 1950er Jahre. So ist die Aufführung in Bern je nach Gesichtspunkt ein Ärgernis oder eine Wonne. Die Komposition, die Stimmen, das Berner Symphonieorchester (überragend geleitet vom neuen Chefdirigenten Nicholas Carter!), kurz, die ganze musikalische Seite der Angelegenheit: Hauptstadttheater. Doch die Handlung, der Text, die Intrige, die Inszenierung – ein zusammengestiefelter Murks. Stadttheater halt nur, mit allem, was das bedeutet.

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*** Ein Bericht für eine Akademie. Franz Kafka.

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* Kaspar. Peter Handke.

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Ferferi. Vom Ankommen und Fernbleiben. Atina Tabé. (UA)

Theater Orchester Biel Solothurn. > lesen/hören 

 

*** Der talentierte Mr. Ripley. Patricia Highsmith.

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Casanova in der Schweiz. Paul Burkhard.

Theater Orchester Biel Solothurn. > lesen/hören 

 

** Evita. Andrew Lloyd Webber.

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Tuntschi. Eine Häutung. Lydia Haider u.a. (UA)

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** Rose Bernd. Gerhart Hauptmann.

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Nichts geschenkt! Mirjam Neidhart. (UA)

Theater Orchester Biel Solothurn. > lesen/hören

 
Die Sterne

> zur Erklärung

 

Spielpläne

> Bern

> Biel/Solothurn

 

Saison 20/21
in Bern, Biel 
und Solothurn

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> Dialog mit Abwesenden 

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