"einer der meistbeachteten Kritiker im deutschen Sprachraum"

Schweizer Fernsehen 2019

 

Blick über die Grenze

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Die Spielzeit in Bern, Biel und Solothurn  

 

** (WILDE) Mann mit traurigen Augen. Händel Klaus.
Theater Orchester Biel Solothurn.

 

Zeitreise. Mit seiner neuesten Produktion dreht Theater Orchester Biel Solothurn das Rad zurück in die wilden 1960er Jahre. Damals hatte das absurde Theater seine Hochblüte. Schräge Inhalte auf der Kippe zwischen Unsinn und Banalität, kombiniert mit bedrohlicher Verrätselung und obstinater Satzrepetition, kennzeichneten die Dramen von Samuel Beckett (Nobelpreis), Harold Pinter (Nobelpreis) und Eugène Ionesco (kein Nobelpreis). Vierzig Jahre später (2003) schrieb Händel Klaus (kein Nobelpreis) in diesem Stil sein Stück "(WILDE) Mann mit traurigen Augen". Nochmals 23 Jahre später kommt jetzt die Spätblüte am Jurasüdfuss auf die Bühne: Vier Mal in Biel, sieben Mal in Solothurn. Die Zeiten aber haben sich geändert. Liefen bei "Warten auf Godot" die Bieler noch in ganzen Gruppen türknallend aus der Vorstellung, bleiben sie heute im Saal sitzen und spenden freundlich Beifall. Das absurde Theater ist eben leider nicht einmal mehr halb so wild wie die Welt, in der wir leben. Durch diesen Umstand streift die Aufführung ungewollt an die Abgerücktheit des "l'art pour l'art". Fazit: Als Remake ist das Stück zwar interessant, doch fehlt ihm die Wucht der Avantgarde.

 

(Besprechung folgt.)

 

 

Die Orestie. Aischylos.

Bühnen Bern.

 

Gut, läuft die Aufführung nicht in der Comédie-Française! Mit ihrer viffen Intelligenz verlangt die Pariser Kritik geistvolle Sprachartistik, nicht dunkles Raunen und schweres Stöhnen. "Une débacle! " – Schade, läuft die Aufführung nicht am Goetheanum! Bei der anthroposophischen Gemeinde kommen archaische Tiefe und weit ausholendes, expressives Gebärdenspiel gut an. "Beeindruckend feinstofflich!" – Und jetzt in Bern, der wohlanständigen Universitäts- und Beamtenstadt? "Momou, si hei sech gwüss Müeh gä. Me cha dänk nüt derwider ha. Oder was meinsch du?" "I bi für e Fride. Nume kes Gchär!" – Anders die Berliner Kritik: "Pfft!"  Die Wiener Kritik: "Pah!"  Und die "Stimme der Kritik für Bümpliz und die Welt": "Ächz!"

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** La Bohème. Giacomo Puccini.

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Le Nozze di Figaro. Wolfgang Amadeus Mozart.

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Mogli oder This Way Is not the Way to the Waterfall (Wirklich nicht). Ralph Tharayil. (UA)

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Home. Antoine Jaccoud. (UA)

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* Im weissen Rössl. Ralph Benatzky.

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Die heilige Johanna der Schlachthöfe
. Bertolt Brecht.
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*** Warten auf Beckett. Max Merker, Aaron Hitz. (UA)

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Hänsel und Gretel. Engelbert Humperdinck.

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*** Das Tagebuch der Anne Frank. Grigori Frid.

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* Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Michael Ende.

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*** Die kleinen Meerjungraun. Kim de l'Horizon. (UA)

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* Manon Lescaut. Giacomo Puccini.

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* Boss/y Helvetia. Flinn Works.

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*** Zwei Blumen im Winter. Delphine Pessin. (UA)

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* Die Zauberflöte. Wolfgang Amadeus Mozart.

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* Lyonesse. Penelope Skinner. (SEA)

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** Phädra. Jean Racine.

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Die Sterne

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Spielpläne

> Bern

> Biel/Solothurn

 

Saison 24/25
in Bern, Biel 
und Solothurn

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Blick über die Grenze 24/25

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Vom selben Autor

> Dialog mit Abwesenden