Augustin. Jost Meier.

Oper.

Theater Basel.

Radio DRS-1, Regionaljournal Basel, 7 vor 7, 22. April 1988.

 

 

Also stellet nech vor, dihr lieget no im Bett, aber weit grad ufstah, u plötzlich gspüret dihr, wie's nech i der Brust inne chlemmt, dihr chöit chuum meh schnuufe, u da heit dihr ds Gfüehl: Jetz het's gschlage, jetz nimmt's mi. – U gseht dihr, genau das Erlebnis tuet jetz die neui Opere vom Jost Meier zum Thema mache. Die Opere, sie heisst "Augustin", die Opere zeigt, wie plötzlich i d Wirklichkeit yne der Tod chunnt u wien är d Lüt abholt. Mir gseh in e gmüetlichi Beiz, "Hasenburg" chönnt sie heisse, oder "Harmonie" – u da het's Stammgäst und e Wirt, und e hübschi Wirtstochter – und alli die tuet jetz der Tod wägramisiere, eine nach em andere.

 

Dihr chöit nech vorstelle, dass son es Thema de Lüt nid grad Freud macht. Da geit me i ds Theater, für sich z unterhalte u z entspanne, u de lauft me so in e Chlapf yne – u derzue de no i d Musik vom Jost Meier.

 

Der Meier isch zwar eine vo üsne grosse Schwyzer Komponiste – aber gället, d Partitur isch halt cheibe modern, u die moderni Musik mit ihrne Dissonanze u Rybige, die macht halt vielne Ohre weh. Es het a dere Uruffüehrig es paar Lüt gha, wo hei buh gruefe. Anderi sy begeisteret gsy; i zum Byspiel ha bravo gruefe. U we dihr weit wüsse, wärum i die Opere guet finde, de müesst dihr hinech am sächsi ds Regionaljournal lose, denn han i Zyt, nech's z erkläre. Jetz chan i nume soviel verrate, dass my Begeisterig mit der Qualität vor Musik u vor Uffüehrig zämehanget, u die cha me i eim Wort zämefasse; äbe bravo!

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